Schwerin

Wir sind Schweriner Bürger, die sich im Zuge der Corona-Krise zusammengefunden haben. Zu uns gehören Ärzte, Unternehmer und Angestellte.

Mail: cfg@mailbox.org

Wie es dazu kam, dass wir demonstrierten

Als das Corona-Virus Ende Februar Deutschland erreichte, fragten wir uns, was dies nun für uns bedeuten würde. Wir waren weder sonderlich beunruhigt, noch völlig desinteressiert. Die üblichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen wie gründliches Händewaschen, in die Armbeuge niesen, Abstand halten und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben, hielten wir wie bei jeder Grippewelle für sinnvoll und selbstverständlich. Haben sie sich doch seit Jahrzehnten bewährt.

Als jedoch die ersten Quarantänemaßnahmen nach Rückkehr aus einem Risikogebiet einsetzen, horchten wir auf. Was war dran an diesem Virus? Wie gefährlich war es?

Da wir es gewohnt sind, frei zu denken und uns unsere Meinung zu bilden, nachdem wir verschiedene Sichtweisen eruiert haben, forschten wir im Internet, um die offiziellen Informationen der Bundesregierung abzugleichen. So stießen wir auf Dr. Wodarg, Dr. Bhakdi, den Virologen Hendrik Streeck und andere Experten, die sich dazu bereits geäußert hatten.

Was uns vor allem stutzig machte, waren die große Diskrepanz zwischen den Meldungen der Bundesregierung und des RKI zu den Experten wie Dr. Wodarg, die bereits schon mit der Schweinegrippe und der Vogelgrippe ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Warum standen sich diese Meinungen so konträr gegenüber? Und warum wurden und werden Virologen, Lungenärzte, HNO-Ärzte und andere Mediziner, die nicht die offizielle Meinung teilen, so stringent ignoriert, diffamiert und angegriffen?


Als dann der Pandemie-Notfall laut Infektionsschutzgesetz vom Bundestag beschlossen und der Lockdown verordnet wurden, erlebten wir, dass dies die Menschen unverhältnismäßig in Panik versetzte. Die Wirtschaft und insbesondere der Mittelstand wurden ruiniert, Senioren, Pflegebedürftige und Kinder wurden isoliert sowie eine enorme psychische Belastung der Menschen hervorgerufen.

Das alles mit medizinisch und wissenschaftlich unbegründeten und unsinnigen Maßnahmen. Änderungen in der Kriterienbewertung von Verdoppelungszahl auf Reproduktionszahl, Einführung des Maskenzwangs, das Pochen auf eine Impfung oder das an die Öffentlichkeit gelangte Corona-Strategiepaier der Bundesregierung zeigten uns, wie willkürlich und unverhältnismäßig die Maßnahmen verordnet wurden und unsere Grundrechte ungerechtfertigt außer Kraft setzten.

Wir organisierten unsere erste Mahnwache „Coronapanik frisst Grundrechte“ am 1. Mai 2020 in Schwerin. Wir spürten, viele Menschen fühlten sich eingeschränkt, viele Menschen verstanden nicht, was passierte. Viele Menschen sorgten sich um ihre Zukunft. Von der positiven Resonanz waren wir überwältigt.

Und auch von der Ignoranz der Politiker.

Die bundesweiten Demonstrationen schienen sie zwar zu bewegen, schneller „Lockerungen“ vorzunehmen und sogar die geplante Immunitätsdokumentation von Herrn Spahn vorerst zurückzuziehen. Doch für uns war absehbar, dass dies alles auf Dauer angelegt sein muss. Weshalb sonst werden Gesetze schon Anfang des Jahres auf den 31.12.2020 ausgedehnt und sogar darüber hinaus?

Selbst als der Hamburger Pathologe Dr. Püschel seine Obduktionsergebnisse vorlegte und damit nachwies, dass die „Coronatoten“ nur mit und nicht an Corona starben, änderte dies nichts am Kurs der Politiker. Auch die Heinsberg-Studie von Prof. Streeck mit dem Ergebnis, dass die Sterblichkeit von Corona mit ca. 0,37 % im Bereich einer mittelschweren Grippe liegt, blieb von den Verantwortlichen vollkommen unbeachtet.

So organisierten wir am 17. Mai 2020 unsere zweite Mahnwache in Schwerin und wurden wieder von hunderten Menschen aus Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern und den Nachbarländern unterstützt.

Wir stehen für Aufklärung, gewaltfreie Diskussion mit allen Menschen und vor allem für Demokratie.

Lassen Sie uns gemeinsam diesen Weg gehen, auf dem eine andere Meinung nicht gleich verdammt wird, sondern zur Vielfalt und zur besseren Bewältigung solcher Krisen beiträgt.

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Redebeiträge von der Demonstration am 17.05.2020

Ein von Dr. A. Kauffold für das Ärzteblatt der Ärztekammer MV verfasstes Editorial, das im März 2020 empört abgelehnt wurde

„Krass“!

Nun sind sie da, erste Ergebnisse der Heinsberg-Studie. Sie zeigt wissenschaftlich fundiert eine Todesfallrate von 0,37 % der Covid-19-Infizierten. Und prompt werden die Ergebnisse nicht nur angezweifelt, sondern auch die Umstände der Studie in namhaften „seriösen“ Journalen verrissen (Zeit, FAZ, Süddeutsche Zeitung). Plötzlich gelten Kriterien wie Finanzierung durch das Bundesland NRW und die Unterstützung durch eine PR-Agentur als unseriös. Keine Studie weltweit läuft ohne finanzielle Unterstützung. Wenn sie aus öffentlichen Mitteln kam, galt die Finanzierung anders als bei der Pharmaindustrie (die den Großteil der med. Studien finanziert), bisher über alle Zweifel erhaben. Politiker verbreiten auch noch so profane „Neuigkeiten“ selten ohne PR Unterstützung. Bei dieser Studie gilt all dies plötzlich als unseriös?

Der Großteil der westlich Welt arbeitet in der Corona- Krise eher mit Prognosen, die Todesfallraten von 1-2% bei >10 Mio Infizierten, z.B. für Deutschland, vorhersagen. Die bei uns erhobenen Daten für die Corona- Statistik sind, ebenso wie in anderen Staaten, nicht valide und kaum validierbar. Das ist ein weltweites Problem. In Deutschland werden alle mit positivem Corona- Abstrich Verstorbenen als Corona-Tote eingestuft, in Italien ebenfalls. Dort testete man beispielsweise im wesentlichen Schwerkranke. Von den Verstorbenen litten 99% an schweren Grunderkrankungen. Die Erhebungen in China, Russland werden als Propaganda gebrandmarkt und gelten bei uns nicht.
Von Schweden weiß man nur, dass sie dort einen „Sonderweg“, ohne wesentliche Beeinträchtigung des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens, gehen. Deutsche Medien deklamieren jetzt „das Ende des schwedischen Sonderwegs“. Dabei hat sich dort de facto nur geändert, dass sich Regierung und Opposition auf ein gemeinsames Vorgehen und auf die Änderung des Seuchenschutzgesetztes geeinigt haben. Der Vergleich von Infektions- und Todesfallzahlen zeigt laut schwedischem Gesundheitsministerium (Stand 12.04.) eine Sterberate von 0,16%.
Mathematik ist reine Wahrheit. Dennoch führen Zahlen nicht immer weiter. Hierzu müssen die Quotienten einer Gleichung stimmen, sonst ist das Ergebnis inkorrekt. Da ist ein zu Beginn nicht validierter Corona-Test mit u.U. 75% falsch

1 Zitiert nach Bundeskanzlerin Merkel, siehe im Text.
positiven Resultaten (lt. einer chinesischen Studie von 2/2020) zusätzlich problematisch.
Durch solche Ungenauigkeiten öffnet sich ein weiter Raum für Deutungen. Die Deutungshoheit haben die jeweiligen Machthaber, in demokratischen Staaten die Regierungen. Sie müssen nach bestem Wissen und Gewissen Risiko-Nutzen Abwägungen tätigen und, wenigstens in funktionierenden Demokratien, auch die Verantwortung für die daraus resultierenden Maßnahmen übernehmen.

Uns wurden als Zeichen des Ausmaßes der Erkrankung Bilder von Särgen in Militärfahrzeugen in Norditalien präsentiert. Unsere Ministerpräsidentin twitterte daraufhin: „Schaut Euch diese krassen Fotos an. Insbesondere diejenigen, die sich fragen, ob unsere Maßnahmen übertrieben sind.“ Der SPD
„Gesundheitsexperte“ Heiner Lauterbach watscht qualifizierte, aber nicht der offiziellen „Linie“ entsprechende Meinungen mit „Bitte nicht zuhören!“ ab. Mediziner, die schon bei der Schweinegrippe falsch lagen, sind die „Gesichter“ der offiziellen Medienkampagne.
Internetauftritte von anderen namhaften Wissenschaftlern, die sich nüchtern und sachlich an der Corona- Diskussion beteiligen wollen, werden gestört oder gelöscht.

Jetzt kommt das erste Mal(!) eine deutsche interdisziplinäre repräsentative Studie zum Thema um die Ecke, die eine Todesfallrate von 0,37% ermittelt und nur wenige Spekulationen zulässt. Sie zeigt ein zum Glück ein eher undramatisches Bild, was auch den Daten der Euromomo (european monitoring of excess mortality for public health action) mit einer im „normalen“ Durchschnitt befindlichen saisonalen Sterberate entspricht. „Krasse Bilder“ fehlen.

Statt dankbar für „saubere Daten“ zu sein, beginnt sofort ein „shitstorm“ von offizieller Seite. Natürlich, dadurch wird es wird schwieriger, drastische Maßnahmen zu rechtfertigen und durchzusetzen.

Gesundheit ist eine hoheitliche Aufgabe des Staates. Dem Staat ist es jedoch nicht rechtzeitig eingefallen für Basismaßnahmen zu sorgen. Wo doch die
„Gesundheit der Menschen in unserem Lande“ im Vordergrund steht. Zeit gab
es genug, Anzeichen für kommende Probleme ebenfalls. Bereits seit 2012 sind wiederholt Szenarien einer Virus-Pandemie national und international durchgespielt worden.
Trotzdem fehlen z.B. massenweise Schutzmasken für exponiertes Personal und Risikogruppen. Das ist für unser Gesundheitssystem nicht nur peinlich, sondern fahrlässig.

Die zwangsläufige politische Reaktion auf Fehler ist Irrsinn. Man schreit nach neuen Spielregeln: die Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit Einschränkung freiheitlicher Grundrechte. Gesetze lassen sich in Krisen besonders gut ändern. Der verängstigte Bürger wird kaum Widerstand leisten.

Sich selbst korrigieren oder das eigene Verhalten auch nur hinterfragen ist nicht eben die Sache von Politikern. Aber können und werden unsere Volksvertreter Maßnahmen, wie das Schließen kleiner Läden, teilweise Ausgangssperren, das Wegriegeln der Senioren in Pflegeeinrichtungen, halbe Kliniken leer stehen zu lassen, das Schließen von Sozialeinrichtungen, Schulen und Kitas, wie den Zusammenbruch der mittelständischen Wirtschaft, wirklich verantworten?
Werden sie die Verantwortung tragen für die Folgen häuslicher Gewalt, psychischer Störungen durch Vereinsamung oder zwanghaftes Händewaschen und Desinfizieren, schwere Handekzeme durch Desinfektionsmittel und tagelanges Tragen okkludierender Handschuhe?

Und wo stehen wir als Ärzte? Fühlen wir uns nur angegriffen, wenn es um Zwangsmaßnahmen gegen unseren eigenen Berufsstand geht, wie militärisch daherkommende Zwangsverpflichtungen durch Politiker wie in Würzburg (Bayern)? Reicht es sich der staatlichen Doktrin unterzuordnen und Schutzausrüstung und Honorarausgleich zu fordern? Wir Ärzte scheinen, wie in der Vergangenheit auch, uns lieber von der Politik vor sich her treiben zu lassen.
Aber das ist alles Schnee von gestern.

Nun ist der Spuk hoffentlich bald vorbei und wir haben die Chance verpasst uns rechtzeitig sinnstiftend einzubringen. Nicht, dass wir in MV keine Fachleute wie
Infektiologen hätten … . Wieder einmal sind wir eher die Gestalteten als die Gestalter.

Aber vielleicht findet sich am Ende doch jemand aus unseren eigenen Reihen, der prominent ist und (ohne professionelle PR- Unterstützung geht es nicht) laut genug ruft: „Der Kaiser hat doch gar nichts an!“ und damit die völlig inadäquaten Maßnahmen entlarvt?

Übrigens wußten Sie, dass sich unser aktueller Gesundheitsminister ein Kontingent Chloroquin durch eine Vereinbarung mit Bayer sicherte, gerade nachdem das für Rheumatiker und Vaskulitis- Patienten eingesetzte, 80 Jahre alte (Malaria-)Medikament einen Nachweis als Therapeutikum gegen Covid-19 erbracht hatte? Inzwischen sind sowohl Chloroquin als auch Hydroxychloroquin vom Europäischen Markt verschwunden. Bayer wollte es angeblich sowieso wegen zu geringer Qualität (aus pakistanischer Produktion) vom Markt nehmen!? Nun ist es wieder da, zunächst 600.000 Tablette Resochin- für Deutschland kostenlos. Kein Witz!
Es lebe die Impfung! Ihr
Dr. med. Andreas Kauffold . Facharzt für Chirurgie, Schwerin

Zur ersten Mahnwache: “Corona-Panik frisst Grundrechte” am 1.5.20 am Südufer des Pfaffenteichs, Schwerin

Die Teilnehmerliste für die fünfzig zugelassenen Demonstranten war um 14h voll. Weitere Sympathisanten drängten während der pünktlich beginnenden Redebeiträge auf das Südufer des Pfaffenteichs. Irgendwann war es fast aussichtslos die Abstandsregeln ganz streng einzuhalten. Die Polizei wies die Teilnehmer und die Umstehenden mehrfach zurecht. Die Demonstranten mussten mehrmals von der Polizei zum Freimachen der Straße für den durchfahrenden Bus aufgefordert werden. Trotzdem herrschte insgesamt eine entspannte Atmosphäre. Es wurde ruhig und vernünftig argumentiert. Leider war die Lautsprecheranlage für 50 und nicht für über 600 Zuhörer konzipiert. Deshalb drängten die Mensche immer näher um die Reden verstehen zu können.
Nachdem die Polizei nach ca. 75 Minuten bei ungefähr 600, statt der gennehmigten 50 Personen die Veranstaltung auflösen wollte, baten wir um eine letzte Chance die Menge der Umstehenden zum Spaziergang um den Pfaffenteich zu bewegen. Die geschah auch, wir im Zentrum merkten jedoch nichts davon, da immer mehr Menschen ans Südufer drängten. Als auf meine Frage an die Teilnehmer, ob wir die Veranstaltung auflösen sollen, mehrere Provokateure mit superradikalen Parolen auffielen und von uns als nicht-angemeldete Teilnehmer des Platzes verwiesen wurden, beendeten wir die Veranstaltung, da auch die meisten Redebeiträge gehalten worden waren und wir nicht das Risiko eines schlechten Endes der sehr erfolgreichen und friedlichen Mahnwache eingehen wollten. Die sehr kooperative Polizei war damit sehr einverstanden.

Zweite Mahnwache: “Corona-Panik frisst Grundgesetz” am 17.5.20 auf dem Berta-Klingberg-Platz in Schwerin

In Absprache mit der Polizei und dem Ordnungsamt wurden 300 Teilnehmer beantragt und genehmigt. Ein professioneller Ordnerdienst sicherte die Veranstaltung. Die Lautsprecheranlage mit Bühne war professionell organisiert. Im Vorfeld hatte Ulrich Langer von der Volksinitiative “Sofort zurück zur Demokratie”, Ärzte aus Rostock, ein besorgter Bürger und Landwirt (Reinhard Jung), Dr. Adolphi, Hausarzt, Schriftsteller aus dem Grenzland Zarrentin und Musiker, die ihre Unterstützung anboten Kontakt zu uns aufgenommen.
Wir zählten 300 registrierte Teilnehmer, die Polizei schätzte die außerhalb der Teilnehmermarkierung stehenden Zaungäste auf ca. 400 Personen. Des wurden insgesamt fast 500 Unterschriften für die Volksinitiative gesammelt. Die Veranstaltung lief sehr ruhig und entspannt ab, insgesamt ein voller Erfolg.